Großkrotzenburg – Oberwaldstadion

Zu Gast bei: FC Germania 09 Großkrotzenburg – SG Marköbel // Endstand: 0:1 // Gruppenliga Frankfurt Ost // Zuschauer: ca. 110


Der erste richtige Frühlingstag im Rhein-Main-Gebiet lockte Sonnenanbeter Habedurst direkt nach der Arbeit Richtung Großkrotzenburg. Ein Ort, der offenbar nach einem Zungenbrecher benannt ist. Ein Ungeheuer von einem Namen. Und ungeheuer sollte der Tag auch werden. Ungeheuer schön.

Etwa eine halbe Stunde mit der Bahn ist es von Frankfurt. Vorbei an Hanau am Main entlang liegt es also, dieses Großkrotzenburg. Noch zwanzig Minuten zu Fuß durch ein idyllisches, kleines Nest. Dann kam Gotthilf am Oberwaldstadion an.

Schon wieder fuhr Gotthilf ein Schock durch alle Glieder. Zum zweiten Mal in einer Woche hatte die Nebenplatzfalle zugeschlagen. Das Spiel der Gruppenliga-Spitzenmannschaft aus Großkrotzenburg – ortstypisch übrigens Groddsebäsch genannt – wurde auf einem nagelneuen Hybridrasen ausgetragen. Immerhin: Auch der hat einige Stufen zu bieten, die sich auf der Rückseite der Hauptplatz-Tribüne anschließen.

Auf den Schock begab sich Gotthilf zunächst ins Vereinsheim. “Erstmal schütteln”, dachte sich der nimmermüde Landstreicher Habedurst und orderte gleich mal ein herrlich kühles Bier, ein regionales Hopfengemisch namens Glaabsbräu. Dieses Getränk muss der liebe Gott persönlich zusammengemixt haben. Herrlich, vollmundig, fruchtig (Jajaja, Schleichwerbung und so, aber es war wirklich bemerkenswert).

Ein Traum von einem Bier, dachte sich Gotthilf und orderte Nummer zwei und drei direkt hinterher. Um dann die Grundlage für weitere Großtaten zu legen, taumelte Habedurst an den Imbiss-Stand. Es gab hervorragende Leberkäs-Brötchen und schön würzige Bratwürste. Essen und Trinken bewegen sich im 5*****-Bereich, was Sportplatz-Gastronomie angeht. Vorbildlich. Dann ging es och noch zum Fußball auf die Terrasse. Na, wie steht es denn eigentlich?

Die Antwort konnte der Stadionsprecher geben: 0:1. Ein aufgeschlossener, freundlicher Herr, den Gotthilf auf Anfang, Mitte 50 schätzt. Hier muss der Artikel auch fast schon wieder enden. Nur so viel: Die freundlichen und aufgeschlossenen “Groddsebäscher” haben Gotthilf zu sämtlichen Getränken im Vereinsheim eingeladen. “Was ein supergeiler Frühlingsabend”, dachte Gotthilf bei sich. Es sollte noch gesagt werden: Habedurst ist später wohlbehalten zu Hause angekommen.

Achso, ja: Das Stadion war die Reise wert. Eine überdachte Sitzplatztribüne so wie daran anschließende Stehplatz-Stufen machen das Stadion zu mehr als einem Sportplatz. Hier wird Hopper Habedurst ganz bestimmt erneut vorstellig.

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