Mainz – Bruchwegstadion

Zu Gast bei: SV Gonsenheim – 1. FC Kaiserslautern // Endstand: 0:3 // Südwestpokal-Achtelfinale // Zuschauer: ca. 3.500 // 25.09.2019

Der Südwestpokal bietet – wie eigentlich alle Landespokale – die Möglichkeit für Amateurvereine sich mit abgestürzten Traditionsvereinen zu messen. Insbesondere seitdem der 1. FC Kaiserslautern durch den Abstieg in die dritte Liga wieder am Südwestpokal teilnehmen muss, freuen sich Vereine wie Gau-Odernheim, Dudenhofen oder aber der SV Gonsenheim, dass die roten Teufel mit ihrer großen Fanschar zu einem Gastspiel unter Pflichtspielbedingungen vorbeikommen. 

Und dann hat sie geschlagen, die Stunde für die Dorfgranden, die Bezirks-Entertainer, die Originale, die wir im Profifußball oft so schmerzlich vermissen. Ein solcher ist Hans Walter Sans, seines Zeichens Presse- und Stadionsprecher des Oberligisten SV Gonsenheim. Sein Auftritt im breiten Meenzer Zungenschlag hat die Zuschauer im altehrwürdigen Bruchweg – dorthin musste der Mainzer Stadtteilverein SV Gonsenheim aus Sicherheitsgründen gegen den 1. FC Kaiserslautern ausweichen – bestens unterhalten. Eine eloquente, sympathische Person, der sonst im Mainzer Karneval aktiv ist. „Da spreche ich regelmäßig vor großem Publikum“, so Sans, der sich nach eigenen Angaben im Spätherbst seiner Stadionsprecherkarriere befindet. „Vielleicht mache ich nur noch diese Saison, vielleicht hänge ich noch eine dran. Mal sehen.“ Der Mainzer Amateurfußball verlöre auf jeden Fall einen Sympathieträger am Mikrofon.

Kurz noch zum Spiel. Lautern glänzte auf dem Feld und auf den Rängen über weite Teile des Spiels durch nahezu regungslose Teilnahme. Mehrfach hatten die Pfälzer richtig Glück, dass die mutigen Gonsenheimer nicht zum Torerfolg kamen. Zwei Mal stand das Aluminium im Weg, ein anderes mal hätte es niemanden gewundert, wenn der Schiri Elfmeter für den Underdog gepfiffen hätte. Sei’s drum. Trotz roter Karte kamen die Lautrer am Ende noch zu drei Toren, die das Ergebnis deutlich zu hoch aussehen lassen. 

Das Mainzer Bruchwegstadion kennen die meisten von euch bestimmt schon. Gotthilf war dort zu Bundesligazeiten schon einmal. Seitdem hat sich aus dem komisch zusammengeschusterten Kasten mit vier Tribünen ein komisch zusammengeschusterter Kasten mit drei Tribünen entwickelt. Hinter einem der Tore klafft nun eine Lücke. Interessant, aber okay. Mit rund 3.500 Zuschauern war es ganz gut gefüllt. 


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